Wie ich entdeckte, dass Geschichte nicht langweilig sein muss

Wie die meisten habe ich Geschichte in der Schule gehasst. Unglücklicherweise bekam ich durch die Art wie Geschichte unterrichtet wurde den Eindruck, dass es dabei einzig um das Auswendiglernen von Daten und Namen ginge. Als ich zu studieren begann, mit der Hilfe meines Mentors, Professor Dr. Fleur D’Souza, die Leiterin des Fachbereichs Geschichte, ich habe eine völlig neue und faszinierende Weise Geschichte zu betrachten entdeckt. Jetzt entfaltete sie sich in der Soziologie versunkener Gesellschaften, der Psychologie ihrer Motive, der Philosophie der menschlichen Unternehmungen und manchmal gar in den Tatorten weit in der Vergangenheit liegender Verbrechen.


Die Möglichkeiten, die mir Geschichte eröffnete

Im Verlauf meines Studiums bekam ich auch Gelegenheit an einer archäologischen Ausgrabung eines Stätte aus dem 1. Jahrhundert v.Chr. unter der Anleitung der archäologischen Fakultät des Deccan Colleges teilzunehmen. Während meiner Zeit in der Universität, ich habe mich freiwillig als Reiseführer für die Asiatische Gesellschaft in Bombay gemeldet. Im Rahmen dieses Projekts bekam ich schließlich sogar die Gelegenheit dem indischen Präsidenten A.P.J. Abdul Kalam eine Tour auf dem Gelände der Asiatischen Gesellschaft zu geben.

Erkundung Berlins

Nachdem ich mein Studium beendet hatte besuchte ich ein Graduiertenkolleg und arbeitete für mehrere Jahre im Bereich Linguistik. Derweil ging ich meiner Vorliebe für Geschichte in Berlin nach, einer Stadt die zweifellos eine Fundgrube für Historiker darstellt. Berlin hat alles zu bieten, von prachtvollen preussischen Denkmälern bis zu den im Gehweg eingelassenen Stolpersteinen. Die Stadt wartet mit Geschichten sowohl derjenigen auf, die die Welt für immer veränderten, als auch der einfachen Leute, die in den Strom der Geschichte hineingezogen wurden. Nachdem ich nun beinahe zehn Jahre in Berlin gelebt habe, entdecke ich selbst heute noch immer wieder weitere Aspekte der Stadt und ihrer Lokalgeschichte.

Wie Quest entstanden ist

Während all der Jahre, in denen ich Geschichte bloß passiv verfolgte, graute es mir, wenn übermotivierte Fremdenführer mich unter Namen und Daten begruben. Ich schauderte angesichts der verzerrten Anekdoten, die als Geschichte ausgegeben wurden, denn ich wußte, dass die wirkliche Geschichte, wenn sie bloß in der richtigen Weise geschildert würde, spielerisch mit jedem Hollywood-Film mithalten kann. Und so wurde die Idee für Quest geboren. Ich möchte die relevanten Geschichten in einer schlüssigen Art und Weise erzählen. Ich möchte Leuten zeigen, dass Geschichte faszinierend sein kann und wie viel wir von ihr lernen können über unsere heutige Welt. Ich möchte gerne meine Leidenschaft für Geschichte und Kultur teilen.